Löschzug Langenheide
Die drei kleinen Gemeinden, Theenhausen, Rotenhagen und Rotingdorf hatten sich aufgrund ihrer Größe und der damit verbundenen schwachen Finanzkraft bereits vor dem Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr (1883), zu einer Schulgemeinschaft zusammen geschlossen. Standort der Schule war die "lange Heide". So ergab sich der Name "Langenheide". Bereits 1872 war ein kleiner Turm mit einer Feueralarmglocke auf dem Schulgebäude installiert worden. Neben Feueralarm wurde die Glocke auch für den Schulunterricht genutzt. 1874 wurde durch die Gemeinden Rotenhagen, Rotingdorf und Theenhausen die Anschaffung einer fahrbaren Feuerspritze für den Schulbezirk „Langenheide“ beschlossen.
Nach einem großen Brand im benachbarten Neuenkirchen, bei dem fast die ganze Ortschaft eingeäschert wurde, kam es zur Umorganisierung der Freiwilligen Feuerwehr. Der Gemeindevorsteher Rotenhagens, Landwirt Lohöfener, berichtete dem Amtmann Mensing in Werther, dass genügend Männer die Feuerspritze bedienen könnten. Die ersten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Langenheide kamen aus den Gemeinden Rotenhagen (18 Mann) und Rotingdorf (2 Mann). Der erste Hauptmann war Heinrich Riecke aus Rotenhagen (von 1883 bis 1919). 1885 wurde eine, lang ersehnte, Handdruckspritze angeschafft.
Im Jahr 1919 übernahm Heinrich Uphaus (Rotenhagen) die Führung der Feuerwehr Langenheide. Im Juni 1933 wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung das 50-jährige Bestehen der Langenheider Feuerwehr gefeiert. 1941 wurde die Handdruckspritze durch eine Tragkraftspritze mit Anhänger ersetzt. Da noch kein Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung stand, musste der Anhänger bei Einsätzen oder Übungen hinter einen Traktor oder PKW gehängt werden. Zu diesem Zweck wurde während des Krieges der PKW des Wehrführers Uphaus freigestellt. 1946 legte Wehrführer Heinrich Uphaus sein Amt nieder, sein Nachfolger wurde Julius Helling, genannt Walkenhorst aus Rotenhagen.
Unter dessen Ägide wurde 1951 zum ersten Mal an der Langenheider Schule am Volkstrauertag 1951 eine Gedenkstunde abgehalten. 1953 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 70-jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrverbandsfest. Anlässlich des Jubiläums erhielt die Wehr ein erstes Fahrzeug, ein LF 8 mit Geländeantrieb (Steyer). Der Steyer wurde 1965 durch ein neues LF 8 von Mercedes, gefertigt durch den Fahrzeughersteller Schlingmann in Dissen, ersetzt und war mit den modernsten Geräten besetzt. 1968 gab Wehrführer Walkenhorst sein Amt aus Altersgründen ab.
Neuer Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Langenheide wurde Otto Lohöfener (Rotenhagen). Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen im Jahre 1973 wurde die Feuerwehr Langenheide mit den Löschzügen Werther und Häger zur Gesamtfeuerwehr der Stadt Werther zusammengefasst. Otto Lohöfener wurde Löschzugführer des Löschzuges Langenheide und stellvertretender Wehrführer der Gesamtwehr Werther. Ebenfalls 1973 richtete der Löschzug Langenheide wie 1953 das Kreisfeuerwehrverbandsfest aus. Hierzu kamen mehr als 50 Löschzüge aus dem neu gegründeten Kreis Gütersloh nach Langenheide. 1980 konnten ach hartnäckigem Bemühen des Wehrführers Otto Lohöfener der Grundstein für den Bau eines Gerätehauses in Langenheide gelegt. Ebenfalls 1980 musste Lohöfener sein Amt aus Altersgründen niederlegen.
Für ihn übernahm Wilhelm Schwentker das amt des Löschzugführers in Langenheide. Im Frühjahr 1981 konnte das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben und eingeweiht werden. 1983 wurde ein gebrauchter Mannschaftswagen, ein VW-Bulli, angeschafft. Wilhelm Schwentker setzte sich intensiv für die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges ein, um den Einsatzwert und die Einsatzmöglichkeiten des Löschzuges Langenheider zu erhöhen. Im Jahr 1989 konnte schließlich ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 mit einem 2400 L fassenden Wassertank erworben werden. 1990 musste Wilhelm Schwentker aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen.
Sein Nachfolger wurde Helmut Sussieck aus Theenhausen, der bereits 1991 auch stellvertretender Wehrführer der Gesamtfeuerwehr Werther wurde. 1990 wurde das 1965 angeschaffte Löschfahrzeug durch ein Löschgruppenfahrzeug des Typs LF 16 TS ersetzt. Der Mannschaftswagen, der 1983 bereits gebraucht angeschafft wurde, konnte 1993 durch ein neueres Fahrzeug ersetzt werden. Ein besonderer Verdienst von Helmut Sussieck ist sein Einsatz für den Anbau an das Gerätehaus, der 2000/2001 vollzogen werden konnte. Der Anbau dient als Schulungsraum für den theoretischen Feuerwehrdienst und wurde von den aktiven Kameraden sowie den Ehrenkameraden in Eigenleistung ermöglicht.
Neben den dienstlichen Verpflichtungen organisiert der Löschzug Langenheide ein jährliches Winterfest, traditionell im Haus Hagemeyer-Singenstroth in Borgholzhausen, verbunden mit einem Theaterstück der Theatergruppe des Löschzugs und das jährliche Osterfeuer in Langenheide.
Die durchschnittliche Einsatzzahl liegt bei ca. 32 Einsätzen pro Jahr (2010 bis 2012).
Kameradschaftlich unterhält der Löschzug Langenheide seit 1989 eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Werther/Thüringen, die durch jährliche wechselseitige Besuche lebendig gehalten wird.
Löschzugführer
| 1883 - 1919 | Heinrich Riecke |
| 1919 - 1946 | Heinrich Uphaus |
| 1946 - 1968 | Julius Helling (gen. Walkenhorst) |
| 1968 - 1980 | Otto Lohöfener |
| 1980 - 1990 | Wilhelm Schwentker |
| 1990 - ? | Helmut Sussieck |
| ? - heute | Dirk Riecke |
29 Treffer
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100 Jahre Löschzug Langenheide 1983 -
125 Jahre Löschzug Langenheide -
Abbruch Tiefenstraße 1 -
Abtransport eines PKW nach Unfall -
Bericht im Westfalen-Blatt zu den Brandschäden am Gemeindehaus -
Brand im Kippskrug 1985 -
Brand im Kippskrug 1985 -
Brand im Kippskrug 1985 -
Brand im Kippskrug 1985 -
Brand in der Tiefenstraße 1; 1986 -
Brand Tiefenstraße 1; 1986 -
Brand Tiefenstraße 1; 1986 -
Brand Tiefenstraße 1; 1986 -
Brand Tiefenstraße; Haller Kreisblatt -
Deformation des PKW nach dem Anprall an den Baum