Synagoge
Im Haus Ravensberger Straße 25 lebte von 1872 bis 1918 die Familie Alexander. Hinter dem Wohnhaus befanden sich die Synagoge und das Schächthaus. Entlang dieser Gebäude führte ein schmaler Gang in den hinteren Bereich des langgezogenen Grundstücks. Moses und Sophie Alexander nutzten mit ihren acht Kindern einen größeren Teil des Grundstücks als Garten. Die Gartenlaube stand ungefähr dort, wo sich heute dieses Haus mit der Arztpraxis befindet. Die Synagoge wurde am 10. November 1938 im Zusammenhang mit den Zerstörungen in der Reichspogromnacht stark beschädigt und unbenutzbar gemacht. 1954 wurde die Synagoge vollständig abgerissen. Seit 1994 erinnert ein Gedenkstein vor der Apotheke an die Synagoge. Das Schächthaus, das in der Anwendung der jüdischen Speisegesetze eine wichtige Rolle spielte, stand hier bis 2011.
Literaturhinweise:
Volker Beckmann. Juden in Werther (Westf.). Sozialgeschichte einer Minderheit im 19. Und 20. Jahrhundert. Stadt Werther (Hrsg.), 1998.
Arbeitskreis „Spuren jüdischen Lebens in Werther“. Broschüre: Spuren. Jüdisches Leben in Werther. Werther (Westf.) 2013.
Arbeitskreis „Spuren jüdischen Lebens in Werther“. Erinnerungsbuch „Synagoge“. Werther (Westf.) 2010. (Standort: Stadtbibliothek Werther)
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