Tanzsportclub (TSC) Holiday Werther e.V.

Allgemeine Geschichte

Willi Rose zog im November 1977 nach Werther und stellte fest, dass es vor Ort gar keinen Tanzsportverein gab. Da er bereits in seiner alten Heimat Beckum einen Tanzsportverein mitgegründet hatte, wusste er was zu tun ist. Rose nahm zuerst Kontakt mit dem Tanzstudio Neitzke in Gütersloh auf, die einen Trainer stellen könnten. Nach einigem Werben im Bekanntenkreis verfasste er im Mai 1978 die Einladung zur Gründungsversammlung. Am 9. Juni 1978 fand diese Gründungsversammlung in der Gaststätte Deutsches Haus in Werther statt. Zwanzig Personen waren erschienen, die allesamt zu Gründungsmitgliedern wurden und die Gründungssatzung des neuen Vereins TSC Holiday Werther erließen. Willi Rose wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, Ursula Vogel zu seiner Stellvertreterin, Hans-Jürgen Michael Kassenwart und Ulrike Biermann Schriftführerin. Das Deutsche Haus wurde zum Vereinslokal erkoren.

Am 28. Juni 1978 fand im Tannenkrug eine Informationsveranstaltung statt, die gleichzeitig die erste Mitgliederversammlung darstellte und zu der 73 Personen erschienen. Hans-Wilhelm Grünkemeier wurde dort zum Sport- und Turnierwart gewählt. Bereits für den 28. August 1978 war eine Werbe- und Tanzveranstaltung des TSC Holiday Werthers geplant, die mit 140 Gästen die Erwartungen weit übertraf. Es gab eine Vorführung von Senioren- und Jugendturnierpaaren des Tanzstudios Neitzke, bevor Monika Neitzke und Gisela Ferchoff als Tanztrainerinnen vorgestellt wurden.

Das (wöchentliche) Tanztraining wurde am 4. September 1978 mit zwei Gesellschaftstanzkreisen aufgenommen. Bereits beim nächsten Training fragten zahlreiche Jugendliche nach einer Jugendtanzgruppe, die in der Folge eingerichtet wurde. Nur kurze Zeit später wurde die erste Jugend-Diskothek des TSC veranstaltet, bei der 175 junge Leute zur Musik vom „Disco – Music – Express“ aus Bramsche tanzten und feierten.

Daneben wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen, Mitgliedschaften in Dachverbänden begründet und der TSC in Stadtsportverband und Stadtjugendring aufgenommen. Zum 1. Januar 1979 zählte der Verein bereits 123 Mitglieder. Als Ersatz für die scheidende Tanzlehrerin Gisela Ferchoff konnte das Ehepaar Detlef und Erika Gierke gewonnen werden.

1979 wurde der erste Mai-Ball veranstaltet, der sich zu einer Tradition entwickeln sollte. 120 Besucher genossen ein Programm, das bis nach 0 Uhr ging. In der Folgezeit wurden regelmäßig Bälle (Maiball, Herbstball) und weitere Feiern (Scheunenfete) veranstaltet. Auf dem sportlichen Sektor wurde immer wieder das Deutsche Tanzabzeichen abgenommen. Am 6. Mai 1979 nahmen das erste Mal Standardtanzpaare des TSC an einem NTT-Turnier (Turnier für nicht turniertanzende Paare) teil. Diese NTT-Turnierteilnahmen fanden in den folgenden Jahren regelmäßig statt. Am 17.10.1981 nahm das Tanzpaar Eckhard und Helga Kegler an erstmals an einem Senioren-E-Turnier I teil, sodass der TSC Holiday Werther in der Folge ein Turnierpaar in seinen Reihen hatte. Ab Mitte der 1980er Jahre wurde Jochen Reimann als neuer Standardtanzlehrer gewonnen, der dem Verein bis heute die Treue hält. Die Mitgliedszahlen bewegten sich in den ersten zehn Jahren des Bestehens zwischen 81 und 123 Personen.

Willi Rose stellte sich im Jahre 1985 nicht mehr als erster Vorsitzender zur Wahl, sodass Wolfgang Holbrügge gewählt wurde. Dieser amtierte vier Jahre und wurde dann von seinem Vorgänger Willi Rose beerbt, der den Vorsitz bis 1997 ausübte.

Zum Ende des Jahres 1989 wurde die Gaststätte Deutsches Haus geschlossen, sodass sich der TSC Holiday ein neues Vereinslokal suchen musste. Die Wahl fiel auf die Gaststätte „zum Roten Hirsch“ in Bielefeld-Schröttinghausen. Bereits im Sommer 1992 wechselte der Verein erneut die Lokalität und tanzte ab diesem Zeitpunkt im Gasthaus Giraffe (Schröttinghauser Krug). Ab Mitte der 1990er tanzen die Vereinsmitglieder im Haus Werther.

Im Jahr 2009 wurde eine weitere Abteilung des Vereins gegründet: Orientalischer Tanz. Die Formation Amal Hayati trat bevorzugt bei Events wie Stadtfesten oder auch dem Leinewebermarkt in Bielefeld auf.

Jazz-Dance

Ab Ende der 1980er Jahre kam als neue Abteilung des Vereins der Jazz-Tanz hinzu. Diese Sportart wurde ab etwa 1976 in Deutschland ausgeübt und ab 1988 wurden im Deutschen Tanzsportverband Überlegungen angestellt, die Sportart in Ligen zu organisieren. 1989 wurden bundesweit Ausscheidungsturniere veranstaltet, um eine Ligaeinteilung vornehmen zu können. Die Turnierformation des TSC Holiday, die Flash Dancer unter dem Trainerehepaar Dirk und Sabine Altendorf, gaben ihr Turnierdebüt am 9. April 1989 auf einem Turnier in Gütersloh. Bereits eine Woche später wurden im Boston-Club Düsseldorf die 1. Nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Jazz-Dance ausgetragen, die die Flash Dancer mit einem guten 14. Platz (von 21 teilnehmenden Formationen) beendete.

Die Neueröffnung des Jazz-Dance Bereichs sorgte für steigende Mitgliederzahlen, sodass der TSC Holiday am 1. Januar 1989 bereits 183 Mitglieder zählte. Die Flash Dancer wurden als eine von 101 Turnierformationen in ganz Deutschland in die neugegründete Oberliga West des Tanzsportverbandes Nordrhein-Westfalen eingegliedert. Bei ihrem ersten Oberligaturnier, das der TSC Holiday Werther in der Sporthalle der P.A.B.-Hauptschule ausrichtete und das 768 Zuschauer anzog, sorgten sie für einen guten 4. Platz (von 21 Formationen). Nach einem 10. Platz beim Turnier in Neuss, erreichte die Mannschaft am 20. Mai 1990 in Dorsten einen fantastischen 2. Platz (von 18 Formationen). Insgesamt erreichten die Flash Dancer in der Gesamtwertung einen guten 6. Platz.

In der Oberliga-Saison 1991 starteten die Flash Dancer richtig durch und belegten bei den ersten fünf Turnieren (das erste fand am 17. März 1991 in Werther statt) jeweils den ersten Platz. Damit stieg die Formation direkt in die Regionalliga auf. Diese Klasse war die höchste erreichbare Liga in Nordrhein-Westfalen und auch im gesamten Bundesgebiet. In den folgenden Jahren pendelten die Flash Dancer zwischen Regional- und Oberliga.

Zusätzlich wurde eine zweite, mit jüngeren Tänzerinnen besetzte, Turnierformation gegründet: die Flash Lights. Im November 1994 richtete der TSC Holiday ein Breitensportturnier für ausschließlich jugendliche Mannschaften aus, wo die Flash Lights den 1. Platz (von 10 Formationen) belegten. Im Jahr danach ging die Formation in der neugegründeten Jugendliga an den Start.

Nachdem das Ehepaar Altendorf den Verein im Sommer 1995 verlassen hatte, übernahmen die beiden Schülerinnen Sandra Babbel und Daniela Stamm das Training der beiden Turnierformationen. Die Flash Lights wechselten in den Seniorenbereich und stiegen im Jahr 1998 in die Oberliga auf. Dort erreichten sie 1999 die Aufstiegsrelegation u.a. auch gegen die Schwesterformation Flash Dancer. Die Flash Dancer mussten sich dort gegen den Abstieg aus der Regionalliga stemmen. Am Ende belegten beide Wertheraner Mannschaften Plätze, die lediglich einen Startplatz in der Oberligasaison 2000 bedeuteten. Daraufhin zogen sich die Flash Dancer aus dem Turniergeschehen zurück und überließen den jüngeren Flash Lights unter Trainerin Sandra Babbel das Turniergeschehen. Die Lights stiegen im Jahr 2000 in die Regionalliga auf. Dort gewannen sie gleich ihr allererstes Regionalligaturnier im Februar in Essen. Auch beim letzten Saisonturnier, vor heimischer Kulisse in der Sporthalle am Wertherberg, erreichten sie den 1. Platz und marschierten damit in die 2. Bundesliga durch. Die Saison in der 2. Bundesliga endete leider mit dem Abstieg und zog nach dem Abschied der Trainerin Sandra Babbel das Ende der Turnierformation Flash Lights nach sich.

Als Nachfolger der Flash Lights existierte allerdings bereits die von Flash Lights-Mitglied Marina Kühnpast trainierte Jugendformation Flash Fire. Diese Formation nahm ab der Saison 2002 am Turnierbetrieb teil. Bereits in ihrer ersten Saison tanzte sich Flash Fire aus der Landes- in die Verbandsliga. Sie scheiterten in den folgenden Jahren einige Male in der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Ein besonderes Highlight der Formation war der Auftritt in der Halbzeitpause eines Spiels bei der Handball-WM 2007 im Haller Gerry-Weber-Stadion. Die Formation zog sich 2010 vom Turniergeschehen zurück.

In den letzten Jahren des Bestehens von Flash Fire bestand parallel die Nachwuchsformation Flash Acts, die mehrere Jahre in der Landesliga antrat. Seit dem Jahr 2012 gibt es im TSC Holiday Werther allerdings keine Jazztanz-Turnierformationen mehr, sondern nur noch Hobbygruppen.

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