CVJM Werther

Gründung

Im Jahr 1882 gründete Pastor Karl Kuhlmann den Jünglingsverein Werther. Kuhlmann, gebürtig aus Enger, wurde stark von Pfarrer Volkening aus Jöllenbeck, einem zentralen Vertreter der westfälischen Erweckungsbewegung, geprägt. Nach seinem theologischen Studium und einer Hilfspredigerstelle in Brackwede ab 1877 wurde Kuhlmann 1882 in die erste Pfarrstelle in Werther gewählt. Bis 1894 überließ er aber seinem älteren Amtsbruder, Pfarrer Maßmann, den Vortritt und arbeitete in der 2. Pfarrstelle. Bereits 1897 starb der Gründer des CVJM Werther im Alter von nur 47 Jahren aufgrund seiner schweren Zuckerkrankheit. Bereits 1884 wurden 70 Mitglieder an den Rheinisch-Westfälischen Jünglingsbund gemeldet.

1896 übernahm Pfarrer Fiebig den Vorsitz des Jungmännervereins und gründete 1898 den Posaunenchor Werther als Vereinsabteilung. Bereits ab der Jahrhundertwende sind sportliche Aktivitäten im CVJM nachweisbar. Dem Zeitgeist entsprechend handelte es sich vor allem um Geräteturnen, Leichtathletik und beliebte Mannschaftsspiele wie Schlagball und Faustball. Beendet wurden diese sportlichen Aktivitäten durch das Sportverbot des nationalsozialistischen Regimes für den CVJM.

Ab 1934 kann insgesamt eine freie CVJM-Arbeit nicht mehr geleistet werden. Allerdings arbeitet der Jungmännerverein in bescheidener Form weitergeführt. 1946 kann, ausgehend von der Gemeindejugendarbeit, der Dienst des Jungmännervereins wieder aufgenommen werden. Zum ersten Mal erscheint der Name CVJM – Christlicher Verein Junger Männer. 1948 übernimmt der erste Laie den Vorsitz des CVJM, der Tischlermeister Otto Möller wird 1. Vorsitzender in der Nachfolge von Pfarrer Karl Heuer. Ab 1951 wurden wieder sportliche Aktivitäten gestartet. Begonnen wurde mit einem Staffellauf durch die Straßen der Stadt anlässlich der 70-Jahr-Feier des CVJM Werther. Im Laufe der Jahre wurden Leichtathletik, Handball, Tischtennis und Volleyball angeboten.

Am 26. Mai 1975 beschließt die außerordentliche Mitgliederversammlung eine neue Vereinssatzung, die u.a. die Aufnahme der weiblichen Jugendarbeit im CVJM regelt. Ab 1978 heißt der Verein, nach einer Vereinbarung mit dem CVJM-Westbund, CVJM – Christlicher Verein Junger Menschen.

Zum 100-jährigen Jubiläum 1982 wies der Verein folgende Gruppen auf: 2 Mädchenjungscharen, 2 Jungenjungscharen, 3 Jugendkreise, 3 Junge-Erwachsenenkreise, der Posaunenchr, der Sportkreis und die Teestube.

Namensentwicklung des Vereins

Der Vereinsname hat sich im Laufe der Zeit einige Male geändert. So wurde aus dem Jünglingsverein 1892 der "Evangelische Männer- und Jünglingsverein", am 22.1.1933 beschloss die Generalversammlung den Namen "Evangelischer Jungmänner-Verein".
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird dem Westbund der Name "Christlicher Verein junger Männer"  gemeldet. Am 26.5.1975 beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung eine neue Satzung, die unter anderem die Aufnahme der weiblichen Jugendarbeit im CVJM Werther regelt. Durch einen Beschluss am 13.11.1978 und eine Vereinbarung mit dem CVJM-Westbund, erfolgte die letzte Änderung in "Christlicher Verein junger Menschen CVJM".

Sport im CVJM Werther

In Werther entstand 1951 eine Sportgruppe. Eine erste größere Veranstaltung war ein Staffellauf durch die Straßen der Stadt anläßlich der 70-Jahrfeier des CVJM Werther 1952. Aufgrund von personellen Engpässen kam es in den 1960er Jahren zu der Konzentrierung unter dem Namen CVJM Halle/Leichtathletikabteilung, in der junge Menschen aus den verschiedenen Vereinen aktiv waren.
In den 1970er Jahren wurde in Werther auch Handball gespielt. Nach vorübergehendem Tischtennisspiel wurde lange Zeit Volleyball als Freizeitsport angeboten.

Jung-Mädchen-Verein

Bereits 1883 wurde der Ev. Jungfrauen-Verein in Werther durch Pfarrer Kuhlmann gegründet. Sonntags traf man sich zum gemeinsamen Singen oder Lesen der Bibel. Wochentags kam man in kleineren Gruppen zusammen. In den 1920er Jahren gab es sogar eine Gruppe zur Bekämpfung des Alkoholismus.
1975 schloss sich der Jungfrauen-Verein dem CVJM Werther an.

Vorsitzende

Vorsitzende

1882 - 1896 Pastor Kuhlmann
1897 - 1928 Pastor Fiebig
1929 - 1947 Pastor Heuer
1948 - 1958 Otto Möller
1959 - 1967 Wilhelm Kämper
1968 - 1972 Hermann Piel
1973 - 1974 Wilhelm Kämper
1974 - ? Ingo Schmeer

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