FrauenKulturWochen 2021

25.01.2021

FrauenKulturWochen bringen Schwung in den Corona-geplagten Veranstaltungskalender

Programmflyer sind online abrufbar – Mögliche Programmausfälle werden bei hoher Nachfrage später im Jahr nachgeholt

Halle (Westf.) /Werther (Westf.) Die FrauenKulturWochen haben seit mehr als 30 Jahren in Halle und Werther einen festen Platz im Veranstaltungskalender. Im Corona-Jahr 2021 sind nicht nur viele Angebote neu, sondern auch der Organisationsrahmen. „Als wir im vergangenen Sommer mit der Planung der FrauenKulturWochen begonnen haben, waren wir uns natürlich nicht sicher, ob wir aufgrund der Pandemie alle Programmpunkte durchführen können“, sagt die Haller Gleichstellungsbeauftragte Sandra Werner. „Allerdings waren wir damals noch etwas optimistischer“, fügt ihre Wertheraner Kollegin Ariane Vaughan hinzu.

Allen Umständen zum Trotz haben die Organisatorinnen ein attraktives und Corona-konformes Programm auf die Beine gestellt, das im Falle einer Verlängerung des Lockdowns in den März auch Online-Events berücksichtigt. „Sobald sich die Corona-Situation soweit verbessert, dass wir Veranstaltungen rechtssicher und mit ruhigem Gewissen durchführen können, werden wir dies unter den geltenden Hygienemaßnahmen und mit einer sehr reduzierten Personenzahl auch für Publikum anbieten“, so Ariane Vaughan.

Das Programmheft, gerade frisch aus dem Druck, gibt eine Übersicht über die verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen. Und auch wenn die Durchführung von Veranstaltungen momentan utopisch erscheint, lohnt sich die Anmeldung. Denn: „Programmpunkte, die im März ausfallen müssen, werden bei großem Interesse nachgeholt“, verspricht Sandra Werner. Der Blick in den digitalen Flyer, der auf den Internetseiten der Städte Halle und Werther abgerufen werden kann, lohnt sich somit schon heute.

In diesem Jahr starten die FrauenKulturWochen am 1. März mit einem Fachvortrag zum Thema „Rente - Eine typisch weibliche Problemzone“. Ein besonders aktuelles Thema wird am 4. März in der Podiumsdiskussion „Corona: Gleiche Pandemie für alle?“ aufgegriffen. Vertreter*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren über die Auswirkungen der Pandemie auf die Work-Life-Balance, die Arbeitskultur und die Gleichstellung der Geschlechter. Aber auch Themen wie Klimawandel und Konsum oder der Körper im Christentum stehen auf dem Programm.

Kulturbegeisterte können sich auf die Lesung „Wenn du geredet hättest“, am 16. März freuen. Oder die Fotoausstellung von Andy Spyra am 15. März besuchen, die eindrucksvoll die Befreiung der Frauen und Mädchen dokumentiert, die 2014 von der Terrororganisation Boko Haram entführt wurden.

Auch Sportfreundinnen kommen an insgesamt vier Terminen in der Sportreihe „Nimm dir Zeit für dich“ auf ihre Kosten. Für die jüngeren Mädchen wird ein Selbstbehauptungskurs angeboten. Ihr Kombinationsgeschick können die Mädchen während der „Mörderischen Dinnerparty“ oder beim Abseilen von der Remise unter Beweis stellen.

Den krönenden Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet das Konzert „Ach Mama, ihr ahnt es nicht - Liederliches von Helen Vita“ am 20. März. Daniel Phillipp Witte verkörpert gemeinsam mit Nadja Naumova und Birgit Kronshage die Frechheit und Frivolität von Helen Vita, die in den 60er Jahren durch ihre freizügigen Chansons Deutschland auf den Kopf stellte. Ob als Skandalnudel oder als eine der drei alten Schachteln – Helen Vita verstand es stets, sich und die damaligen gesellschaftlichen Tabus in Szene zu setzen.

Organisiert werden die FrauenKulturWochen von den Gleichstellungsstellen aus Halle und Werther, die dabei wie immer durch viele weitere Einrichtungen und Institutionen, insbesondere durch den Haller Arbeitskreis für Frauenfragen, unterstützt werden.

Zu allen Veranstaltungen, die sich nicht explizit an Frauen richten, sind natürlich auch Männer herzlich willkommen. Momentan ist der Flyer auf der Homepage der beiden Städte digital verfügbar. Nach dem Lockdown liegen die gedruckten Exemplare auch öffentlich aus.

Die Gleichstellungsbeauftragten Sandra Werner (Halle, links) und Ariane Vaughan (Werther) hoffen trotz Pandemie-Einschränkungen auf lebendige und abwechslungsreiche FrauenKulturWochen.

Programm

Plakat mit online Schriftzug ist zu sehen,

FrauenKulturWochen online