Biologische Vielfalt in Werther

Vortrag am Donnerstag, 19.05.2022 um 19 Uhr im Haus Werther (Schloßstraße 36)

Wie ein bunter Schmetterling erscheint der etwa drosselgroße Vogel im Fluge. Nur wenige Menschen haben ihn bei uns zulande je gesehen. Um den Wiedehopf ist es bei uns leider nicht gut bestellt. Der Brutbestand in Deutschland beträgt nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) derzeit nur noch etwa 800 - 950 Brutpaare. Während der Vogel früher noch als „gemein“ eingestuft wurde und weit verbreitet war, ist er aufgrund veränderter Lebensbedingungen stark zurück gegangen. Als wärmeliebende Art besiedelt er vor allem halboffene Landschaften mit einem ausreichenden Nahrungsangebot an Insekten (z.B. Grillen), die er in der veränderten, oftmals strukturarmen Agrarlandschaft mit Einsatz von Pestiziden nicht mehr findet. Vor allem im Nord-Osten Deutschlands (z.B. in Brandenburg und Sachsen) sowie im Süd-Westen (z.B. im Kaiserstuhlgebiet) findet er noch ihm zusagende Lebensräume. Zur Brutzeit kann man seinen Gesang, der oftmals von einer hohen Warte aus vorgetragen wird, kilometerweit hören. Als Zugvogel, der im südlichen Afrika überwintert, kommt er Ende April/Anfang Mai wieder zurück und nistet in Baumhöhlen oder in Mauernischen zwischen Steinen.

In seinem Vortrag beschreibt der Vogelkundler Andreas Bader aus Halle (Westf.) Lebensraumtypen des Wiedehopfes, erläutert die systematische Einordnung des Vogels innerhalb der Klasse der Vögel, beschreibt Brutbiologie und Zugverhalten. Schließlich werden die Gefährdungen aufgezeigt, die den Vogelbestand dezimieren und mögliche Hilfsangebote zur Erhöhung der Population vorgestellt.

Der Eintriff ist frei.

Im Haus Werther besteht noch eine FFP2-Maskenpflicht. Am Sitzplatz kann auf das Tragen einer FFP2-Maske verzichtet werden.

Dr. Nadine Dannhaus

Umweltbeauftragte

Tel. 05203/705-48
E-mail nadine.dannhaus@gt-net.de
Zimmer 28