Weniger Steine, mehr heimische Arten
Stadt fördert blühende Vorgärten auf Privatgrundstücken

Die Stadt Werther (Westf.) will mit dem Förderprogramm Klimaschutz den Anreiz setzen, Gärten naturnah zu gestalten. So sollen heimische Insekten, Vögel und Kleinsäuger wieder mehr Lebensräume erhalten. Die Förderung ist zunächst für das laufende Jahr geplant.

Hintergrund
Die Artenvielfalt und Anzahl von Insekten und heimischen (Garten-)Vögeln in Deutschland nimmt rapide ab. Eine der Ursachen liegt in den schwindenden Lebensräumen und den abnehmenden Futterplätzen. Weder eintönige „Schottergärten“, noch gepflasterte Bereiche oder auch schlichte Rasenflächen bieten den heimischen Arten einen ökologischen Wert. Stein- und Schottergärten tragen zudem zur sommerlichen Erhitzung in der Stadt bei. Darüber hinaus können weniger gesundheitsschädliche Schadstoffe aus der Luft gefiltert werden und auch eine Dämpfung des Straßenlärms entfällt. Neben diesen negativen Aspekten auf die menschliche Gesundheit, erhöhen die meist stark versiegelten Flächen das lokale Überschwemmungsrisiko.

Die Förderung
Gefördert werden Maßnahmen in öffentlich einsehbaren und zur Straßenseite gelegenen Vorgärten und Eingangsbereichen von Privat- und Gewerbegrundstücken im Stadtgebiet Werther (Westf.). Zuschüsse in Höhe von 80 % der förderfähigen Kosten können bewilligt werden für Pflanzmaterial (z.B. Saatgut und Stauden), weiteres Material für die Schaffung von Lebensräumen (z.B. Bruchsteine) sowie gärtnerische Dienstleistungen.

Voraussetzungen
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass eine kostenlose Beratung der Stadt Werther (Westf.) durch einen beauftragen Gartengestalter stattgefunden hat und die Umgestaltung der Gartenfläche nach den Empfehlungen des Beraters durchgeführt wird. Das Gesamtvolumen des Vorhabens soll bei mindestens 100,00 € liegen. Außerdem muss je ein Foto der Fläche vor und nach der Umgestaltung zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis
Sind Sie kein Eigentümer sonder wohnen zur Miete? Dann rufen Sie uns bitte vorher an, Telefon: 705-72.

Annika Nagai

Klimaschutzmanagerin

Tel. 05203/705-72
E-mail annika.nagai@gt-net.de
Zimmer 29